Vorsitzende
Dr. rer. Medic. Janina Tennler
Dr. med. Alexandra Schöllkopf-Hoppert
Mitglieder
Prof.Dr. med. Clemens Baier
Jochen Bellerich
Dr. rer. nat. Matthias Cotic
Dr. med. Lars-Christopher Färber
Dr. B.Sc. Alexander Franz
Dr. rer. nat. Eduard Kurz
Dr. rer. nat. M.Sc. Arthur Praetorius
Dr. Christian Raeder
Sebastian Stemmler
Dr. med. Christina Valle
Gäste
Dr. Matthias Jäger
Dr. med. Thomas Stoffels
Max Wießmeier
Jahresbericht 2025
Beim diesjährigen DKG-Jahrenkongress in Essen findet erneut über das Komitee für Prävention und Rehabilitation am 18.03.2023 ein eigener Reha-Day statt, um den interdisziplinären Austausch zwischen den verschiedenen ärztlichen und therapeutischen Berufsgruppen zu intensivieren. Wir möchte Sie alle – operativ wie konservativ tätige Kolleg:innen – dazu einladen, um spannende Diskussionen in den drei Sitzungen mit den Themeninhalten prä-, peri- und postoperatives Management in der Kniegelenkstherapie zu führen.
Das Reha-Fellowship ging im Berichtsjahr bereits zum zweiten Mal an den Start und etabliert sich damit zunehmend als fester Bestandteil der Komiteearbeit. Dank des neu gewonnenen Sponsorings durch die Firma medi konnten erneut zwei Fellows – Dr. med. Matthias Jäger und Herr Max Wießmeier – an mehreren Standorten der Komiteemitglieder begrüßt werden. Die Fellowship-Stationen umfassten den Medical Park, den Olympiastützpunkt an der TU München, die Eden Reha Donaustauf, das Orthopädie Regensburg MVZ sowie das BG Klinikum Duisburg mit dem Athletikum. An allen Standorten standen kurze, praxisnahe Einblicke in moderne rehabilitative Versorgung, trainingsbasierte Therapieansätze und interdisziplinäre Zusammenarbeit im Vordergrund.
Wissenschaftliche Projekte und Konsensusarbeiten
Zu den laufenden wissenschaftlichen Aktivitäten zählt eine Studie am Standort Duisburg zum Einfluss einer sechswöchigen Trainingsintervention mit lokaler Hypoxie in der Prähabilitation. Darüber hinaus beteiligte sich das Komitee maßgeblich an dem vom Ligamentkomitee initiierten Konsensusprojekt zur Versorgung der VKB-Ruptur, dessen Ergebnisse bereits in mehreren Teilen im KSSTA Journal publiziert wurden. Im Berichtsjahr wurde der vierte Teil zur Rehabilitation nach VKB-Rekonstruktion abgeschlossen, während der fünfte Teil zur Prähabilitation vor VKB-Ersatz in Vobereitung ist.Ein weiteres zentrales Projekt ist die Mitarbeit am Konsensuspapier zur Anwendung des Blood-Flow-Restriction-Trainings in der konservativen Therapie sowie vor und nach gelenkerhaltenden Eingriffen. Dieses wird nach erneuter, intensiver Überarbeitung durch Mitglieder aus DKG, GOTS und AGA erneut zur Publikation eingereicht.
Zusätzlich konnten mehrere Publikationen durch Komiteemitglieder verantwortet oder mitgestaltet werden, u. a. zu den Themen Patellatendinopathie (Tennler, Raeder, Praetorius, Schoepp), digitale Gesundheitsanwendungen in der Orthopädie (Izadpanah, Praetorius, Schenke) sowie konservative Therapie der Gonarthrose (Valle, Praetorius).
Fort- und Weiterbildungsaktivitäten
Das Komitee war aktiv an der Gestaltung und wissenschaftlichen Begleitung mehrerer DKG-zertifizierter Modulkurse beteiligt, darunter der 2. Prähab-Kongress in Hamburg, die Fortbildung Konservative Therapie und Rehabilitation in München sowie Rehabilitation und konservative Therapie in Wiesbaden. Für das kommende Jahr ist mit dem Kurs „Konservative Therapie, Rehabilitation und Physiotherapie“ am 19.03.2026 in Duisburg ein weiterer wichtiger Termin geplant.
Darüber hinaus wird aktuell intensiv an der Weiterentwicklung und Aufwertung des Fortbildungscurriculums gearbeitet. Ziel ist die Einführung einer strukturierten Zertifizierung zum Knietherapeuten, die künftig deutlich mehr Spezialisierungsmöglichkeiten bietet und eine nachhaltige qualitative Aufwertung der konservativen und rehabilitativen Ausbildung im Bereich Knie ermöglicht.
Wechsel im Komitee-Vorsitz
Zum Ende des Berichtsjahres erfolgte ein personeller Wechsel im Vorsitz des Komitees. Dr. Arthur Praetorius und sein Stellvertreter Prof. Dr. Clemens Baier übergaben den Vorsitz an die weibliche Doppelspitze Dr. Janina Tennler und Stellvertreterin Dr. Alexandra Schöllkopf und wünschen beiden viel Erfolg für die weitere gemeinsame Arbeit.
Jahresbericht 2024
Fellowship
Ein zentrales Projekt des Komitees war die Installation eines DKG-Fellowships für konservativ tätige Mediziner, Sportwissenschaftler und Physiotherapeuten, eine solche Fort- und Weiterbildungsmaßnahme fehlt bislang im Curriculum der DKG und konnte mit großem Erfolg und durch Unterstützung langjähriger Industriepartner und zusätzliches Engagement seitens der Deutschen Kniegesellschaft umgesetzt werden. Aus den 17 (!) Bewerben wurden 2 Personen (männlich/weiblich) für das Fellowship ausgesucht, welche in der Woche vor dem Jahreskongress an Stationen in München, Regensburg, Duisburg und Hamburg Einblicke in die Arbeit der Standorte der Deutschen Kniegesellschaft erhalten haben.
Publikationen
Aus dem Komitee konnten mehrere Publikationen realisiert werden. Die Ergebnisse einer Multicenter Pilotstudie zum Einsatz des „Knee-Pacemakers“, einem System zur bewegungsgesteuerten Muskelstimulation, konnten in „Die Orthopädie 09/24“ platziert werden. In Gemeinschaftsarbeit mit dem Komitee Patellofemoral wird eine Fortführung der Pilotstudie diskutiert, da die Ergebnisse mit Hinblick auf die Prävention und Therapie von arthrogener Muskelinhibition nach therapierefraktären Kniegelenkverletzungen vielversprechend erscheinen. Das Thema Arthrogene Muskelinhibition wurde in einem Artikel im Kniejournal aufgegriffen und weiter vertieft, zusätzlich wurde das Thema „Knee-Pacemaker“ in der Rubrik „What‘s Hot“ des Kniejournals kurz und prägnant beleuchtet. Ebenfalls in „Die Orthopädie“ ist in Kooperation mit dem Komitee Endoprotethik ein Leitthemenheft zur Nachbehandlung nach Knie-Totalendoprothese erschienen.
Umfrage
Eine Umfrage unter DKG-Mitgliedern zur Nachbehandlung nach vorderem Kreuzbandersatz wurde abgeschlossen und wird für die Publikation vorbereitet
Leitlinie
Im Rahmen einer Anfrage der DGOU konnte sich das Komitee in die Neuauflage der Nachbehandlungsleitlinien der DGOU zur vorderen und hinteren Kreuzbandverletzung, Meniskuspathologien und Endoprothetik einbringen.
Konsensuspaper
Ein zentrales Projekt des Komitees ist die Mitarbeit an einem Länderübergreifenden Konsensus Papier zum Einsatz des „Blood-Flow-Restriction-Trainings“ in der konservativen Therapie sowie vor und nach gelenkerhaltenden chirurgischen Eingriffen unter Federführung des Rehabilitationskomitees der AGA ist in der finalen Phase des Schreibprozesses.
AGA-Rehab
Die Rubrik „AGA-Rehab“ der Gesellschaft für Arthroskopie und Gelenkchirurgie wird durch mehrere Mitglieder des Komitees aktiv mitgestaltet.
Modulkurse
Aus dem Komitee heraus wurden zwei DKG zertifizierte Modulkurse aktiv mitgestaltet und wissenschaftlich begleitet, im Herbst am BG Klinikum Duisburg, sowie ein weiterer Modulkurs im Rahmen des Reha-Day“ auf dem Jahreskongress in Hamburg.






