Komitee

Knorpel & Meniskus

Jahresbericht 2025Jahresbericht 2024

Vorsitzende

PD Dr. Philip Rößler
PD Dr. med. Theresa Diermeier

 

Mitglieder

PD Dr. Maurice Balke
Dr. Sabrina Böhle
Dr. Sebastian Colcuc
Dr. Ralf Henkelmann
Dr. Alexander Kurme
Dr. Sebastian Metzlaff
PD Dr.Thomas Niethammer
Dr. Julia Ohde
Dr. Philipp Winkler
Prof. Gerald Zimmermann

Gäste

PD Dr. med. Lukas Eckhard
Dr. med. Svea Faber
Dr. med. Katrin Karpinski
Prof. Dr. med. Wolf Petersen
PD Dr. med. Armin Runer
Dr. med. Alexandra Schöllkopf
Dr. med. Tayfun Yilmaz

Jahresbericht 2025

Das Knorpel & Meniskus Komitee blickt auf ein inhaltlich wie strukturell sehr aktives Jahr zurück. So lag der Schwerpunkt der Arbeit erneut auf der evidenzbasierten Weiterentwicklung der Knorpel- und Meniskuschirurgie sowie auf einer breiten Wissensvermittlung für Fachkreise und Patienten.

 

Mit dem Artikel „Handlungsalgorithmus: Fokaler Knorpelschaden“ im Knie Journal (Ausgabe 01/2025) konnte ein praxisnaher, strukturierter Entscheidungsweg zur Behandlung fokaler Knorpeldefekte vorgestellt werden. Darüber hinaus verantwortete das Komitee das Themenheft „Meniskusverlust“ im Knie Journal 03/2025, herausgegeben von Theresa Diermeier und Philipp Winkler, das sich umfassend mit Pathophysiologie, Therapieoptionen und Langzeitfolgen des Meniskusverlustes auseinandersetzt. Ergänzt wurde dies durch den Übersichtsartikel „What’s hot: Meniskus und Knorpel?“ im Knie Journal 04/2025, der aktuelle Trends und Entwicklungen kritisch einordnet. Für 2026 ist zudem ein Videobeitrag zum Thema „Minced Cartilage“ eingereicht, der das Spektrum auch multimedial erweitern soll.

Im Frühjahr fand erstmals eine eigenständige Klausurtagung des Komitees in Berlin statt, ermöglicht durch unseren Gastgeber Wolf Petersen.

An eineinhalb Tagen fand ein intensiver Austausch der Komiteemitglieder statt und es wurden gemeinsame Ideen entwicklet und Projekte auf den Weg gebracht. Auch für das kommende Jahr 2026 ist erneut eine Klausurtagung – diesmal in Köln – geplant.

Ein weiterer Schwerpunkt war die patientenorientierte Öffentlichkeitsarbeit. Auf der Plattform mein-knie.info wurden mehrere neue Fachartikel veröffentlicht, unter anderem zu Meniskuswurzel­läsionen, Meniskektomie und Meniskusnaht, um evidenzbasierte Informationen verständlich und qualitätsgesichert für Patienten bereitzustellen. Ergänzend arbeitet das Komitee aktuell an einer Patientenbroschüre zur Knorpeltherapie, deren Veröffentlichung für 2026 geplant ist.

 

Mit Blick auf die ärztliche Fortbildung wurden zudem neue CME-Artikel und Reviewarbeiten konzipiert, die sich derzeit in Planung befinden und im kommenden Jahr erscheinen sollen. Parallel dazu hat das Komitee mit der inhaltlichen Vorbereitung einer Registerstudie zur Epidemiologie von Meniskusläsionen in Kooperation mit dem Deutschen Arthroskopieregister (DART) begonnen, die künftig eine wichtige Grundlage für Versorgungsforschung und gesundheitspolitische Diskussionen darstellen soll.

Jahresbericht 2024

Im Jahr 2024 hat das Komitee Knorpel-Meniskus zahlreiche Projekte erfolgreich umgesetzt und neue Initiativen angestoßen. Ein zentraler Schwerpunkt lag auf der Erstellung von Beiträgen für die neue Online-Patientenplattform mein-knie.info. Ziel dieser Beiträge ist es, Betroffenen wissenschaftlich fundierte, unabhängige und zugleich verständliche Informationen zu bieten. Thematisiert wurden unter anderem akute und degenerative Meniskusrisse, Knorpelschäden, aseptische Knochennekrosen wie die Osteochondrosis dissecans und der Morbus Ahlbäck sowie eine Auswahl der häufigen operativen Knorpeltherapien. Die Ergebnisse der durch Svea Faber initiierten DKG-Umfrage zum Plicasyndrom des Kniegelenks wurden zur Publikation eingereicht. Wir sehen hierin einen wichtigen Schritt, um die systematische Diagnostik und Behandlung dieser häufigen, aber unterschätzten Pathologie weiter zu verbessern. Ferner erschien der Handlungsalgorithmus „Degenerative Meniskusläsion“ in diesem Jahr sogar in den Mitteilungen der DGOU. Auch das gemeinsame Konsensus-Projekt „Degenerative Meniskusrisse“, das in Zusammenarbeit mit der AGA unter Federführung von Philipp Niemeyer und Wolf Petersen vorangetrieben wurde, erreichte einen Meilenstein. Die Consensus Statements wurden erarbeitet und durchlaufen nun die abschließende UCLA/RAND-Abstimmung, sodass eine Veröffentlichung der Ergebnisse im kommenden Jahr zu erwarten ist. In allen am Konsensus-Prozess beteiligten Gruppen haben Mitglieder des Komitees mitgewirkt.

Für das Jahr 2025 hat das Komitee auch bereits ambitionierte Ziele formuliert. Geplant ist die Erstellung weiterer Handlungsalgorithmen für das Knie Journal, sowie die Durchführung eines Systematischen Reviews zu einem brandaktuellen Meniskus-Thema.

Besonders hervorzuheben ist der Start einer multizentrischen Studie, die den Vergleich von Meniskuswurzelrefixationen mit und ohne additive Zentralisation untersuchen wird. Die Vorbereitungen, einschließlich der Fertigstellung des Studienprotokolls und der Genehmigung des Ethikantrags, sind bereits abgeschlossen. Federführend ist hier weiterhin Sebastian Colcuc. Darüber hinaus werden Theresa Diermeier und Philipp Winkler als Gast-Herausgeber das Themenheft „Meniskusverlust“ für das Knie Journal gestalten, das eine umfassende Übersicht über Diagnostik, Therapieoptionen und aktuelle Forschungsergebnisse bieten wird. Auch hier werden wieder einige Komitee-Mitglieder mitwirken. Ebenfalls in der Planung ist die Veröffentlichung der Patientenbroschüre „Konservative und operative Knorpeltherapie“, kuratiert von Philip Rößler und Alexander Kurme, die Mitte 2025 erscheinen und eine wertvolle Informationsquelle für Betroffene darstellen soll. Analog zu den bereits bestehenden Broschüren soll sie eine Ergänzung zur Patientenaufklärung in der eigenen Sprechstunde darstellen.

Das Komitee blickt auf ein erfolgreiches Jahr 2024 zurück und freut sich darauf, auch 2025 mit viel Engagement und neuen Projekten zur Weiterentwicklung unserer Fachgesellschaft beitragen zu können. Unser Dank gilt allen Komiteemitgliedern und Partnern, die durch ihre Mitarbeit und Unterstützung diese Fortschritte ermöglicht haben, sowie unserem scheidenden Komitee-Vorsitzenden Wolf Petersen für die Gründung des Komitees und sein immerwährendes Engagement.